Verehrte Benutzer dieses Archivs!
Bei der Durchsicht der Korrespondenz aus den frühen Jahren der EINSICHT und ihrem Vorläufer DAS ZEICHEN MARIENS (ab 1966 bis 1970), in der sie als deren Nachfolge von Repräsentanten des Freundeskreises der Una Voce e.V. geführt wurde, fiel mir auf, wie sensibel in diesen Briefen kontrovers argumentiert wurde, ohne dabei in Polemik auszuarten. Nachdem DAS ZEICHEN MARIENS seinen Kurs verändert hatte, wurde die Zeitschrift EINSICHT 1971 gegründet, die vom Freundeskreis als Trägerverein bis heute herausgegeben wird und die ihrem Programm zur Bewahrung des wahren Glaubens, d.i. des Glaubens der röm.-kath. Kirche treu geblieben ist.
Die Idee zum Aufbau dieses Archivs, das eng mit der Redaktion dieser Zeitschrift verbunden und Teil deren Aktivität ist, entstand bei der Durchsicht der umfangreichen Korrespondenz, die die verantwortlichen Redakteure mit den Gläubigen geführt hatten. Der faire Umgangston in diesem Briefwechsel war um so erstaunlicher, als es doch in der Debatte um Existenzfragen unserer Kirche, unserer Religion ging. Es kamen Befürworter der Reformen genau so zur Darstellung ihrer Argumente wie die Gegner, wobei die Gegner der Reformen ihre Debatten auch untereinander kontrovers führten. Teilnehmer dieser offenen Auseinandersetzung waren einfache Gläubige, die zumeist ihre Besorgnis zu den laufenden Veränderungen zum Ausdruck brachten, ebenso wie Akademiker und Kleriker, Reformer wie Traditionalisten, Personen des öffentlichen Lebens und Politiker. Die Sammlung bildet so die Meinungsvielfalt der post-konziliaren katholischen Gesellschaft ab mit ihren Höhen und Enttäuschungen, mit ihren klaren Erkenntnissen und auch mit ihren Enthüllungen.
Die Sammlung der veröffentlichen Briefe, die hier Eingang in das Archiv fanden, endete im Jahr 2000, um nicht die Autorenrechte der Verfasser zu verletzen, weil ich davon ausgehe, daß sie inzwischen verstorben sind. Sollten aber Briefe, die in diese Sammlung Eingang gefunden und mögliche Rechte der Verfasser verletzt haben, darf ich die Betroffenen bitten, dies zu melden, damit die betreffenden Schreiben unverzüglich entfernt werden können.
Die Idee, diesen literarischen Schatz in ein Archiv einzubinden, kam erst nach und nach, als meiner Frau und mir klar wurde, daß man diese literarische Kostbarkeiten der Nachwelt als Erbe erhalten sollte, damit die Informationen, die darin enthalten sind, weiter gegeben werden können, um zu zeigen, daß der Chor derjenigen, die sich gegen die Reformen erhoben haben, eine bleibende Stimme erhalten. So hoffe ich, daß viele aus dieser lebendigen Quelle schöpfen mögen.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Daniel Zöllner, der maßgeblich beim Aufbau dieses Archivs mitgearbeitet hat.
Eberhard Heller
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